Adventswochenende im Winfriedhaus

Vorfreude schönste Freude, Freude im Advent…

Dieser Satz umschreibt das diesjährige Adventswochenende sehr passend. Vom 15.12-17.12.2017 trafen sich rund 40 junge Menschen zum Adventswochenende der AKD im Winfriedhaus.

Die Jugendlichen und Bewohner des Ortes Schmiedeberg erfreuten sich eingestimmt durch winterliches Wetter und eine besondere Idee gemeinsam an adventlicher Gemütlichkeit: am Freitagabend öffnete sich ihnen ein kleiner Adventsmarkt direkt am Haus! Dieser bot Gelegenheit, sich und die katholische Jugend mal wieder näher kennenzulernen, Wärme zu spenden und über Vorweihnachtliches direkt ins Gespräch zu kommen. Klassische Köstlichkeiten, Heißgetränke, Lagerfeuer …alles sorgte für einen runden Einstieg, die kleine Liveband lud als Höhepunkt zum gemeinsamen Adventsliedersingen ein. Nach dem herzlichen Dank der Ortsansässigen und Nachbarn für diese schöne einladende Geste widmeten sich die Jugendlichem ihrem Kursanliegen und stiegen mit den ReferentInnen der Bistumsjugendseelsorge und dem Jugendpfarrer Martin Kochalski thematisch ein, das traditionelle Advents-Quiz brachte Seltenes, Klassisches und Exotisches zum Advent allen in Erinnerung.

Adventsmarkt vor dem Winfriedhaus

Das Eis war gebrochen, man hatte sich warmgequatscht, kennengelernt und eine Figur, ohne die der Advent nie funktionieren würde, trat in den Fokus: Maria. Ein hinführendes Anspiel des Teams weckte in allen den Drang selbst zu denken, sich auszutauschen und auch mit den aufgeworfenen Gedanken zu spielen. Diese eigenen Spielideen trugen sich die Jugendlichen gruppenweise vor und es wurde kreativ, laut, besinnlich, kontrovers, widersprüchlich oder nachdenklich. Verschiedenste Zugänge zum Interpretieren des Verhaltens von Maria als Frau ihrer Zeit, als Ehefrau, als junge Mutter entdeckten die jungen Menschen miteinander und so auch sich selbst! Pläne geraten durcheinander – das kennen sie alle. Unaufhörlich strömen Anforderungen auf einen ein – damit sie sich jede und jeder konfrontiert.

Und ganz schnell waren die Gruppen in Diskussionen verwickelt, die sie von der vermeintlich „alten und bekannten“ Geschichte berührt bis in ihren Alltag hinein hochaktuell beschäftigen. Wie gewinnt man an Persönlichkeit trotz aller Widrigkeiten? Was beeinflusst mein Entscheiden für oder gegen eine Sache? Was prägt persönliche Werte? Oder ist doch alles individuell und beliebig? In diese Fragenbearbeitung hinein erschien kurz vor dem Mittagessen am Samstag der Bischof von Dresden-Meißen Heinrich Timmerevers in Begleitung des Vechtaer Jugendseelsorger Holger Ungruhe. Begeistert vom Haus und der Stimmung stiegen beide in die Diskussionen mit ein und ließen sich von den Jugendlichen auch durch ihr Jugendhaus führen.

Bischof Heirich Timmerevers mit dem Jugendseelsorger Holger Ungruhe aus Vechta zu besuch beim Adventskurs

Der Nachmittag wurde in verschiedenen Workshopangeboten handwerklich-kreativ oder man konnte weiter diskutieren, sich schriftlich austauschen und „Hoffnungsworte“ formulieren. Jugendliche schätzen auch in dieser vorweihnachtlichen Zeit, wenn ihnen Gelegenheiten des Innehaltens und Weiterdenkens zugängig gemacht werden. So gab es neben einem Angebot, das Themen der Jugendsynode bearbeitete auch das ganz persönliche Gesprächsangebot des Jugendseelsorgers. „Es ist wunderbar zu erleben, wie Jugendliche selbst ihren Rhythmus von Laut und Leise im Leben suchen. Sie mögen Vielfalt, sie suchen Abwechslung und brauchen immer beides: Eindrücke und Einkehr; Party und Chillen…! Es ist wunderbar, sie in dieser Entdeckungszeit zu begleiten! Das ist Advent: Suchen und Wissen, es gibt was zu entdecken, miteinander und für jeden selbst…“, berichtet Jugendpfarrer Martin Kochalski.

Gruppenbild der Teilnehmer

KK – MK – AS

Dieses Bildungswochenende ist eine Kooperationsveranstaltung der AKD (Arbeitsgemeinschaft katholsicher Kinder- u. Jugendorganisationen im Bistum Dresden-Meißen und der Bistumsjugendseelsorge. Es wurde mit Fördermitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz unterstützt und aus Eigenmitteln der Teilnehmenden und Mitteln der AKD sowie des Bistums Dresden-Meißen kofinanziert.