Sich Gottes Schöpfung zuwenden

Sich Gottes Schöpfung zuwenden – dies ist etwas, was wir Christen eigentlich jeden Tag tun sollten. In unserer schnelllebigen Zeit und in unserem dicht gefüllten Alltag fällt uns das oft schwer. Um dies zu ändern und einen neuen Blickwinkel auf diese Dinge zu gewinnen machten wir uns auf den Weg.

AKD-Bildungsfahrt der Dekanatsjugend Zwickau nach Dänemark

Gruppe an der Steilküste von Mons Klint

Am 19. Oktober starteten wir – 16 Jugendliche und zwei Begleiter – von der Zwickauer Manufaktur aus in Richtung Dänemark. 560km und eine Fährfahrt später hatten wir unsere Unterkunft auf Falster erreicht.

In der nun folgenden Woche wartete ein buntes aber auch sehr dichtes und anspruchsvolles Bildungs- und Exkursionsprogramm auf uns, in welchem wir die drei südlichen dänischen Inseln  – Lolland, Falster und Moen erkundeten. Den Sonntag widmeten wir uns dem kirchlichen Leben in Süddänemark, wir besuchten einen katholischen Gottesdienst in der Heelig Korsk Kirke in Nyköping, kamen anschließend mit Gemeindemitgliedern ins Gespräch, besichtigten den Dom in Maribo und fuhren dann zur Vesper in das Birgittinnenkloster in Maribo. Schwester Luisa nahm sich anschließend noch Zeit für uns, berichtete vom religiösen Leben in Skandinavien, von der Tätigkeit ihres Ordens und davon, wie sie ihren Lebensweg mit Gottes Hilfe gefunden hat.

Die folgenden Tage standen unter den Aspekten des Umweltschutzes und der Bewahrung der Schöpfung. So besuchten wir Møns Klint und seine atemberaubende Steilküste sowie das dort errichtete Geocenter. Ebenso war das Vogelschutzgebiet Boto Nor südlich von Marylist Teil unseres Exkursionsprogramms.

Fresken in der Kirche von Fanefjord

Um unseren ökologischen Fußabdruck klein zu halten erkundeten wir an zwei Tagen die Insel Falster mit dem Fahrrad, diese Touren führten unter anderem an die Südspitze Skandinaviens, nach Gedser Odde.

Einen ganz anderen Blickwinkel auf Schöpfung ermöglichten die Inspirationen bei den Besuchen in Kirchen und Ausstellungen. Einen solchen bekamen wir zum Beispiel im Fuglsang Kunstmuseum an der Ostküste Lollands auf ganz einzigartige Weise. Ebenso beeindruckend waren die Besuche im Corselitzer Heerengarten oder in den vom Elmelunder Meister ausgemalten Kirchen in Keldby und Fanefjord, die uns die Schöpfung in der bildhaften biblischen Deutung des 15. Jahrhunderts aufzeigten.

Diese Woche war, wie die Auswertung am letzten Tag zeigte, für alle sehr bereichernd und beeindruckend, und wir hoffen, dass es auch im nächsten Jahr die Möglichkeit einer solchen Bildungsfahrt in unserer Region geben wird.

 

Besonders danken wir dem Bistum Dresden Meißen und dem Freistaat Sachsen für die Unterstützung dieser Bildungsmaßnahme.

Hannah Sämann

Vor der ältesten Mühle auf Falster in Stovby

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Konrad Sonnemann und Norbert Kampf

Musikerwochenende „kopfsprung“ 18. – 20.10.2019

Erstmals fand das traditionelle Musikerwochenende der AKD für Jugendliche im Bistum Dresden-Meißen im Martin-Luther-King-Haus statt. Christliche Lieder wurden von Jugendlichen  interpretiert und vertont. Neu war auch, dass Interessierte an einem Technikworkshop teilnehmen konnten.

Am Freitag, dem 18. Oktober trafen sich rund 50 junge Menschen im Martin-Luther-King-Haus in Schmiedeberg, um sich ein Wochenende lang gemeinsam musikalisch auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Spontan wurden Projektbands gegründet, die an diesem Wochenende zusammen je zwei Lieder aus dem aktuellen Songsheft mit dem Titel „kopfsprung“ (früher Dreifaltigkeitsliederheft) vertonen durften.

Während einige Jugendliche schon mehrfach zu verschiedenen Anlässen zusammen in Bands gespielt hatten, waren viele auch zum ersten Mal beim Musikerwochenende dabei. Die Herausforderung bestand also für die jungen Künstlerinnen und Künstler darin, innerhalb kürzester Zeit in den Projektbands auf die unterschiedlichen Musikgeschmäcker, Instrumente und individuellen Charaktere der anderen einzugehen und ein gemeinsames Ergebnis zu erarbeiten.

Dass dieser Prozess in allen Bands mehr als erfolgreich verlaufen ist, zeigte sich bereits beim gemeinsamen Konzert am Samstagabend und noch viel mehr am Sonntag zur gemeinsamen Feier der heiligen Messe. Dort konnten alle Bands ihre Lieder noch einmal spielen.

Neben Proben-, bzw. Workshop-Zeit hatten auch gemeinsames Gebet und gemeinsames Feiern ihren Platz.

Während des ganzen Wochenendes fand außerdem mit Unterstützung der AGJM (Arbeitsgemeinschaft Junge Musik) ein Workshop statt, in dem sich Jugendliche mit Veranstaltungstechnik vertraut machen konnten, beispielsweise, welches Mikrophon für welche Aufnahmen verwendet und welcher Lautsprecher warum wo aufgestellt wird. Ihre erlernten Fähigkeiten konnten die Workshop-Teilnehmer bei der praktischen Unterstützung der Bands direkt anwenden.

Die Teilnehmenden des Wochenendes und die Besucher des Gottesdienstes am Sonntag nehmen die Erfahrung mit, dass Gottesdienstlieder auch richtig modern und rockig sein können und auch dürfen!

fa/fw

Dieses Bildungswochenende ist eine Kooperationsveranstaltung der AKD und der Bistumsjugendseelsorge des Bistums Dresden-Meißen. Es wurde mit Fördermitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz unterstützt und aus Eigenmitteln der Teilnehmenden und Mitteln der AKD sowie des Bistums Dresden-Meißen kofinanziert.

Fotos: Andreas Gäbler

Weihnachts Singe Woche 2019

Ein Musikevent der besonderen Sorte: die WeihnachtsSingeWoche 2019! Mit vielen Jugendlichen aus unserem Bistum studierst du Songs ein, gibst musikalisch in der Band deinen Senf dazu und trittst bei zwei Konzerten mit dem Programm, das ihr über 4 Tage mit dem WeiSiWo-Chor einstudiert habt, auf.

Und eine Silvesterparty gibts natürlich auch! =)

Dieses Jahr findet die Weisiwo auf der Lutherhöhe Vielau (bei Zwickau) statt. Jetzt ANMELDEN und schonmal einsingen…!

Anmeldungen sind bis zum 15.12. möglich, aber sichere dir lieber schnell einen Platz!

Wir freuen uns auf DICH!

 

Du willst nicht teilnehmen, aber zu den Konzerten vorbeikommen? Auch gut!!! Das sind die Termine und Orte:

Einfach mal machen! Bistumsjugendtag 2019

“(Un)sicher? Einfach mal machen!“ – Unter diesem Motto stand der Bistumsjugendtag am 13. und 14. September im Kloster Wechselburg, an dem rund 200 Jugendliche teilgenommen haben.

Eröffnet wurde der Bistumsjugendtag am Freitagabend mit der Jugendvesper in der Klosterkirche. Die historische Basilika war dazu mit farbigen Lichtern eindrucksvoll in Szene gesetzt worden. Mit Gesang und Musik – gestaltet von der Dresdner Dekanatsjugend – wurde die Abendandacht festlich gestaltet. Auch Bischof Heinrich besuchte den Bistumsjugendtag, sprach in der Jugendvesper die Worte der Ermutigung und stand im weiteren Verlauf des Treffens gemeinsam mit weiteren Seelsorgern zur Begegnung und zu Gesprächen mit den Jugendlichen bereit.

Danach erwartete die Jugendlichen aus dem gesamten Bistum ein buntes Überraschungsprogramm. Das Schauspielerensemble „Theaterturbine“ aus Leipzig begeisterte mit der „Turbineshow“, in der die Schauspieler Theaterszenen zum Thema des Tages improvisierten, bei denen die Zuschauer auf Zuruf spontan Einfluss auf den Verlauf der Geschichten nehmen konnten.
Nach diesem Highlight konnten die Teilnehmenden im Klosterhof das Können des Feuerkünstlers Tobias Stiller bewundern, was einen wunderbaren Übergang in die anschließende Vigil schaffte. Diese war geprägt von Taizégesängen, die nach all den Eindrücken einen meditativen Abschluss des Tages ermöglichten. Für alle Nachteulen gab es im Anschluss noch die Möglichkeit, gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen, einen Film anzusehen oder sich gesellig bei Brettspielen in der Klosterkneipe die Zeit zu vertreiben.

Am Sonnabend luden die Wechselburger Benediktinerpatres zur Teilnahme an ihrem regelmäßigen Morgengebet um 7.30 Uhr in die Basilika ein. Nach dem Frühstück konnten die Jugendlichen dann aus vielfältigen Workshops wählen: Falkner und Diplomreligionspädagoge Leonhard Kindermann beispielsweise präsentierte den Umgang mit Greifvögeln. Mit Blick auf die Fähigkeiten seiner Tiere schlug er den Bogen zu den Besonderheiten jedes Menschen. Poetry Slammer Kaleb Erdmann ermutigte zum unverkrampften Umgang mit Schreiben und Literatur und gab auch eine Kostprobe seines Könnens. In die Gebärdensprache führte die angehende Dolmetscherin Annekatrin Küttner ein. Die Unterscheidung von Nachrichten und Fake News erläuterte Radio PSR-Profi Daniel Heinze. Es gab Berichte einer jungen Zisterzienserschwester über ihren Weg ins Kloster zu hören, aber auch den ehrlichen Erfahrungsbericht eines ehemaligen Suchtabhängigen. Auch Jugendliche selbst gestalteten Workshops: Unter dem Motto „Unsichere Schritte? Let’s dance“ bot Aaron Lidzba ein Tanztraining an, Markus Mokk testete mit anderen Jugendlichen aus, wie man Situationen mit einem handicap bewältigen kann, Magdalena Knechtel und Tabea Paul setzten sich in ihrem Workshop unter der Überschrift „Befreit! – Die Angst in die Pfanne hauen!“ mit persönlichen Ängsten und wie man diese überwinden kann, auseinander.

Innerhalb der gemeinsamen Eucharistiefeier griff Bistumsjugendpfarrer Martin Kochalski die Worte Papst Franziskus´ auf, indem er dazu aufrief: „Sei keine Kopie – sei ein Original!“ Auf diese Weise fand der Bistumsjugendtag einen schwungvollen Abschluss.

MB/ES/FW

 

Handout Jugendstunde

Auch dieses Jahr gibt es eine Handreichung für eine Jugendstunde, passend zum Jahresthema, diesmal: „(Un)sicher?“. Probiert es doch mal in eurer Jugendgruppe aus und stellt euch den spannenden Fragen, die sich hinter dem Thema verbergen. Kommt miteinander ins Gespräch und tauscht euch aus!
Viel Spaß beim (Un)sicher-Abend! Ihr könnt euch die Handreichung in Farbe als PDF runterladen oder in einer Druckversion, im Sinne der Umwelt, 😉 ausdrucken.

Jugendstunde zum Jahresthema

Jugendstunde zum Jahresthema Druckversion

 

Jugendfastenopfer 2019

Das Jugendfastenopfer des Jahres 2019 soll für die Sanierung von Schulgebäuden in Abidjan eingesetzt werden. Seit mehreren Jahren wirkt zur Umsetzung von Sanierungsprojekten an Bildungseinrichtungen in Cote d`Ivoire der Verein „H.E.L.P. Project for Education e.V.“ aus Frankfurt/M. Persönliche Kontakte der Dekanatsstelle für Jugendseelsorge in Dresden zu Vereinsmitgliedern machten das Wirken dieses Vereins für die Bistumsjugendseelsorge sichtbar.

In Cote d´Ivoire herrscht allgemeine Schulpflicht, der Schulbesuch ist kostenfrei und prinzipiell möglich, aber nicht selbstverständlich. Viele Kinder müssen zum Lebensunterhalt der Familien mit beitragen. Schulen sind zwar vorhanden und Bildung ist ein Anliegen des Staates, aber eine am Bedarf orientierte finanzielle Grundlage für gute Lernbedingungen ist nicht gegeben. Zu wenig Platz, schlechte Ausstattung und mangelnde Versorgung sind alltägliches Lernumfeld für SchülerInnen und Lehrpersonal.
Der kleine ehrenamtliche Verein H.E.L.P. Project für Education e.V. hat sich die Unterstützung von Bildungseinrichtungen zum Ziel gesetzt und unterstützt durch Spendenaktionen in Deutschland die Sanierung und Ausstattung von Schulen in Abidjan. Einige Projekte konnten schon erfolgreich umgesetzt werden, Vereinsmitglieder reisen auf eigene Kosten an die Orte und überzeugen sich von der sinnvollen Nutzung der zur Verfügung stehenden Spenden. Das derzeitige Projekt wirkt in einer sog. Group Scolaire, einem aus 5 Schulen und einer Kindertagesstätte bestehendem Schulverbund. Die Grundschule „EPP Biaka Boda“ gehört in diesen Verbund und hat in einem ersten Projektabschnitt eine sehr dringende Toiletten- und Dachsanierung erhalten können. Nun geht es fortführend um die Anschaffung von Türen für die Klassenzimmer. Außerdem ist die Errichtung eines Speisesaals mit Küche nötig, damit die SchülerInnen und LehrerInnen ihre Mahlzeiten nicht auf dem Boden vor der Schule sitzend einnehmen müssen, was besonders in der 3-4 Monate dauernden Regenzeit kein akzeptabler Zustand ist. Weiterhin soll für die PädagogInnen ein separater Raum für Material und Gesprächsatmosphäre geschaffen werden, denn bisher erledigen sie alle Vorbereitungsarbeit in den übervollen Klassenräumen oder draußen. Die geplanten Maßnahmen kämen somit den 160 SchülerInnen und 7 Lehrkräften gleichermaßen zugute.

Weitere Informationen zum Verein und den Projekten finden sich in der unten stehenden Projektbeschreibung und unter www.help4e.org

Schon im Voraus sagen wir allen SpenderInnen auch im Namen der Mitwirkenden vor Ort und dem Projektträgerverein H.E.L.P. Project für Education e.V. herzlichen Dank!

 

Dokumente zum Download:

Plakat Jugendfastenopfer 2019

Projektbeschreibung Jugendfastenopfer 2019