Mit Hoffnungsworten gegen Schild und Schwert – für Mitmenschlichkeit und Demokratie

Der Katholikenrat des Bistums hatte vor einigen Wochen die Gläubigen aus dem ganzen Bistum gebeten, das Friedensfest in Ostritz zu unterstützen – durch ihr Gebet oder ihre Anwesenheit. Diesem Aufruf folgte die Jugendseelsorge und betreute einen Stand auf dem Ostritzer Marktplatz. Sie kamen mit Passanten ins Gespräch über ihre Hoffnungen für die Zukunft und luden sie ein, eigene Hoffnungsgedanken aufzuschreiben und mit Luftballons aufsteigen zu lassen. Dieses Angebot griffen viele Gäste auf – ebenso wie die Möglichkeit, eine Tasse Kaffee zu trinken und Zuckerwatte zu essen und einfach zu plaudern.

„Fremdenfeindlichkeit wächst in einer Atmosphäre der Angst“, erläuterte Daniela Pscheida-Überreiter, die Leiterin des Fachbereichs Jugendpastoral. „Als Christen haben wir der Angst etwas entgegenzusetzen. Wir sind von großer Hoffnung geprägt.“

Am Freitagabend hatten Dr. Michael Schlitt, Leiter des IBZ sowie Ministerpräsident Michael Kretschmer und Bürgermeisterin Marion Prange das Friedensfest eröffnet. In seiner Rede betonte Schlitt, dass man Ostritz nicht den Nazis überlassen wolle, auch nicht für ein Wochenende.

Am Samstag gab es viele bunte Angebote auf dem Marktplatz, die von ca. 2000 Menschen besucht wurden. Nachdem am späten Samstagnachmittag alle Stände wieder abgebaut waren, klang der Tag bei einem Konzert aus.
Ein ökumenischer Gottesdienst mit dem katholischen Pfarrer Thomas Cech und dem evangelischen Pfarrer Thomas Schädlich sowie ein Picknick bildeten am Sonntag den Abschluss des Friedensfestes.

An dieser Stelle sei auch nochmal dem Vorbereitungsteam des Friedensfestes gedankt, in dem unter anderem Stephan Kupka (Gemeindereferent Ostritz) und Matthias Walczak (Jugendreferent Dekanat Bautzen) mitgearbeitet haben. Ostritz wird nach diesem Wochenende sicher nicht als eine Stadt in Erinnerung bleiben, die den Rechtsextremen Raum lässt, sondern eher als eine weltoffene und vor allem gastfreundliche Stadt, die sich gegen Hass und für Frieden positioniert. Außerdem dankt die Jugendseelsorge den Pfarreien Dresden-Zschachwitz und -Strehlen für die Unterstützung unseres Standes durch Material und Transport.