Studie zu sexueller Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen

Am 25. September stellte die Deutsche Bischofskonferenz die Ergebnisse einer großen Studie zum Thema sexuelle Gewalt gegenüber Minderjährigen innerhalb der katholischen Kirche vor. Die Studie macht deutlich, dass zwischen 1946 und 2014 in Deutschland mindestens 3.677 Kinder und Jugendliche Opfer sexueller Gewalt durch katholische Priester, Diakone und Ordensleute geworden sind. Das ist eine sehr hohe Zahl, die traurig und betroffen macht!

Bistum Dresden-Meißen
Auch in unserem Bistum Dresden-Meißen gab es zwischen 1960 und 2015 insgesamt 28 dokumentierte Fälle sexueller Gewalt gegenüber Minderjährigen. Ein weiterer Verdacht aus dem Zeitraum 2008-2014 befindet sich gerade in Vorklärung. In einer Presseinformation auf der Homepage unseres Bistums hat die Pressestelle Zahlen und Hintergründen zur Studie dargestellt. Bischof Heinrich Timmerevers drückt darin tiefen Schmerz und Scham darüber aus, dass Priester und Ordensleute die Würde von jungen Menschen mit Füßen getreten haben. Im Bewusstsein, dass Worte keinesfalls genügen, bittet er alle Opfer im Bistum Dresden-Meißen ausdrücklich um Entschuldigung und verspricht Betroffenen Aufmerksamkeit und Unterstützung!

Wie weiter?
Seit 2010 bemühen sich die Verantwortlichen für die kirchliche Kinder- und Jugendarbeit in unserem Bistum intensiv um den Aufbau und die Weiterentwicklung von Maßnahmen und Standards zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen. Dazu gehören die Entwicklung von institutionellen Schutzkonzepten sowie die Durchführung von Präventionsschulungen für alle Haupt- und Ehrenamtlichen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, aber auch Angebote wie der Stark-Mach-Tag für Vorschulkinder bis zur sechsten Klasse. Die zuständigen Fachbereiche des Bistums Dresden-Meißen werden die Ergebnisse und Erkenntnisse der Studie in der nächsten Zeit auswerten und dabei insbesondere prüfen, wie diese in die gegenwärtige Präventionsarbeit integriert werden können.

Allgemeine Informationen zum Thema erteilt die Pressestelle des Bistums unter:
presse@bistum-dresden-meissen.de / 0351 3364720

Hilfesuchenden stehen im Bistum Dresden-Meißen folgende Ansprechpartner/-innen zur Verfügung:
https://www.bistum-dresden-meissen.de/beratung/missbrauchsbeauftragte.html

Die Deutsche Bischofskonferenz hat zudem eine Hotline eingerichtet:
0800  0005640 (bis 28.09.2018, täglich 14:00 – 20:00 Uhr)